Wettbewerbe
Zunächst bedeutete dies für alle vier 6.Klassen der Realschule sich einzulassen auf die Kunst der Stimme, mit der Lautstärke, den Tonlagen, dem Tempo zu experimentieren. Wenn auch nicht jeder dabei selbst in den Vordergrund treten wollte, erwarben die Schüler ein sicheres Gespür, ihre Klassensieger kompetent auszuwählen. Und so schickten sie Jil, Saskia, Franziska und Tim ins Rennen und drückten ihnen die Daumen.
Gespannte Stille begleitete dann den entscheidenden Wettbewerb. Die jugendlichen Zuhörer hörten in unterschiedlichste Geschichten hinein und auf ihren Gesichtern spiegelte sich in jedem Moment die Freude über das Gelingen, das Bangen mit dem Klassenkameraden, das Miterleben des Gehörten.
Dafür hatten die vier "Vorleser" auch alle Register gezogen, das Lampenfieber von Klassenkameraden therapieren lassen, ihren Buchausschnitt mit Herzblut vorgetragen, hatten auch "vorgefühlt" und Lust auf ihre Bücher gemacht.
Die Jury - besetzt mit einer ehemaligen Schulsiegerin aus der 10.Klasse, einem vielleicht künftigen Kandidaten aus der 5.Klasse, dem Schulpfleger der Realschule und Lehrern - hatte es schwer abzuwägen, wo korrektes sicheres Vortragen auch im Fremdtext und phantasievolles Eindringen in den Text begeisterten. Entsprechend eng lagen die erreichten Punkte der Kandidaten beieinander.
Über ihre gute Leistung und das Quäntchen Glück, das aufs Siegertreppchen führte, konnte sich schließlich Saskia freuen. Mit ihren Konkurrenten und dem verständigen Publikum verschaffte sie zwei vergnügliche Schulstunden.
