Montag21Mai 2012
   
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Fahrten

Exkursion der Klassen 9d und 9b1 am 12.7.2011 nach "Little Berlin"

"Little Berlin" nennt man das Dorf Mödlareuth, das an der bayerisch-thüringischen Grenze liegt.

"Warum gerade in dieses Kaff?" - Ja, wir begehen am 13. August einen traurigen Jahrestag! Vor 50 Jahren, am 13.8.1961, wurde in Berlin mit dem Bau der Mauer begonnen. Es folgte der schwer befestigte Ausbau der innerdeutschen Grenze, der die endgültige Teilung Deutschlands in Ost- und West deutlich sichtbar machte. Besonders grausam erfuhren dies die Einwohner von Mödlareuth.

Schon 1952 riegelte ein übermannshoher Bretterzaun den thüringischen Ortsteil vom bayerischen Teil des Dorfes ab. 1966 ersetzte ihn die DDR  durch eine hohe Betonsperrmauer und verschärfte die Überwachung mit Hilfe von Beobachtungstürmen, Stacheldraht und Scheinwerferanlagen. Fluchtversuche konnten nur scheitern. Dem Ausbau dieser Grenzanlagen fielen zahlreiche Gebäude an der Demarkationslinie zum Opfer. Ein Kurzvideo zeigt dies.

Eine Fahrzeugausstellung präsentiert über 30 historische, russische und amerikanische Militärfahrzeuge sowie alte Trabbis und Audis. Das Deutsch-Deutsche Museum schildert den Alltag dieser Dorfgemeinschaft während der Teilung. Im Freigelände zeigt sich mit den Einrichtungen in der Sperrzone die Macht des DDR-Apparats. Vor allem die 100m lange, originale Betonsperrmauer vermittelt das bedrückende Gefühl des Eingesperrtseins. Dieser "Alptraum" endete erst bei Grenzöffnung 1989.

In Mödlareuth lässt sich das tragischste Kapitel der deutschen Geschichte des letzten Jahrhunderts hautnah erfahren. Die Schüler konnten sich nicht vorstellen, wie man unter solchen Bedingungen leben konnte.                      M.S.

 

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