Textgröße
Anmelden

Ein Vortrag über ein aktuelles Thema: Der Rechtsextremismus

Herr Malek vom Kriminaldezernat NürnbergIn letzter Zeit häuften sich in den Nachrichten Meldungen, die einen rechtsextremistischen Hintergrund aufwiesen. Daher sollte auch in der Schule dieses Thema angesprochen und darüber aufgeklärt werden. Deshalb besuchte am Donnerstag, dem 10. Juli 2019, Herr Malek aus dem Kriminaldezernat in Nürnberg erneut eine Klasse der Hermann-Stamm-Realschule, um über Rechtsextremismus zu informieren.

Nachdem Herr Malek sich und seine Arbeitsstelle, die Beratungsstelle Zeughaus, vorgestellt hatte, erhielten die Schüler eine kurze Einführung in die Geschichte des Nationalsozialismus mithilfe des Kurzfilmes "Früher ging es uns allen besser". Den Jugendlichen wurden dadurch die Gräuel der damaligen Zeit vor Augen geführt, um ihnen die Gesinnung der heutigen Rechtsextremisten besser aufzeigen zu können.

Doch wie erkennt man nun heutzutage einen Rechtsextremisten? Das ist gar nicht mehr so einfach, denn die allseits bekannten Bomberjacken, die Glatze und die Springerstiefel sind schon lange nicht mehr ihr Erkennungszeichen. Stattdessen benutzen Rechtsextremisten heute sehr viele Symbole, Zahlenkombinationen oder Codes, um sich gegenseitig zu erkennen zu geben. Aber auch die Mode spielt eine wichtige Rolle, so sind bestimmte Bekleidungsmarken und die Farbe Schwarz sehr beliebt. Herr Malek forderte die Jugendlichen auf, wachsam zu bleiben. Denn gerade Jugendliche werden von Rechtsextremisten gerne angesprochen und umworben, da sie in einem Alter seien, in dem sie vieles ausprobieren wollten.

Broschüre des KultusministeriumsAuch Stress mit den Eltern, die Suche nach Anerkennung, Schulversagen oder die Angst vor Arbeitslosigkeit machen Leute für solches Gedankengut empfänglich. Diese Probleme nutzt die rechtextremistische Szene, um Jugendliche zu ködern, denn auf Feiern oder Freizeitlagern propagiert man ein Gemeinschafts-, Freundschafts- und Zugehörigkeitsgefühl, nach dem sich viele Jugendliche sehnen. Zum Abschluss bekamen die Schüler noch die Broschüre "Nein zu Nazis & Co" vom Bayerischen Staatsministerium des Inneren. Hier können die Jugendlichen sich immer wieder über dieses Thema informieren und nachlesen. Herr Malek schloss seinen Vortrag mit den Worten: "Wir haben mit Sicherheit Probleme in unserem Land, die man angehen muss, aber Gewalt und Ausgrenzung dürfen niemals sein." Die Jugendlichen sollen ihre Freiheiten (laut Grundgesetz) genießen und diese Freiheiten auch jedem anderen Bürger zugestehen.

Zuletzt ging noch ein herzliches Dankeschön an Herrn Malek vonseiten der Schüler, die ihm eine kleine Aufmerksamkeit überreichten.

U. Schnurrer

Login